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Bahn-Brechend

Text 
Christoph Lungwitz

Fotos
Tobias Sagmeister

Leistung spielt im Leben von Michael Groß eine zentrale Rolle – im Sport, im Beruf und beim Autofahren. Das Credo des bis heute erfolgreichsten Schwimmers in Deutschland: Siegen kann jeder! Wir begleiten ihn bei einer Tour mit dem neuen Audi S8 plus* durch seine Heimat Frankfurt.

Spitze der Sportlichkeit – der Audi S8 plus

Überlegene Performance vereint mit sportlicher Eleganz: Das macht den Audi S8 plus zum neuen Topmodell der Marke im Segment der Oberklasse­limou­sinen. Mit einer Leistung von 445 kW­ (605 PS) und einem Drehmoment von bis zu 750 Nm beschleunigt der 4.0-TFSI-Motor das Auto in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Höchst­ge­­schwindigkeit liegt in Deut­schland serie­n­mäßig bei 305 km/h.

Im Auftreten beschränkt sich der S8 plus bewusst auf dezente sport­liche Akzente. Von außen ist er durch die ex­klu­sive Lackierung in Florettsilber Matt­effekt, abgedunkelte Heck­leuchten sowie ausgewählte Designelemente in Carbon zu erkennen. Im Innenraum setzt sich diese sportlich-elegante Linie durch schwarzes Leder mit roten Kontrastnähten fort. Der Grundpreis des Audi S8 plus liegt in Deutschland bei 145.200 Euro – Assistenzsysteme, Sport­abgasan­lage und Keramikbremsen sind selbstverständlich Serie.

Im Finale kann man den Erfolg nur zu 12,5 Prozent
mit seiner eigenen Leistung beeinflussen.
Auf die Leistung der anderen sieben Schwimmer im
Becken hat man keinen Einfluss.

Michael Groß
Olympiasieger

Michael Groß, gefeierter Sportstar der 1980er-Jahre, dreifacher Olympiasieger, der Albatros. Kennen Sie eigentlich den Mann, der Ihnen einst Ihren Spitznamen gab?

Groß: Das war ein Reporter der französischen Sport-Tageszeitung L’Équipe, der 1983 bei den Deutschen Meisterschaften in Han­no­ver aufkreuzte. Dort bin ich meinen ersten Weltrekord über 200 Meter Freistil geschwommen. Und da die Journalisten durch­aus auch einmal voneinander abschreiben, wurde der Begriff Albatros in den Medien schnell zum geflügelten Wort.

Wenn man auf die Zahl der Titel bei internationalen Meisterschaften blickt, sind Sie bis heute der erfolgreichste Schwimmsportler Deutschlands. Welche Bedeutung hat Leistung für den Sportler Michael Groß?

Groß: Der Leistungsgedanke steht im Sport natürlich im Mittelpunkt, wobei Leistung nicht mit Erfolg verwechselt werden darf. Beispiel Schwimmsport: Im Finale kann man den Erfolg nur zu 12,5 Prozent mit seiner eigenen Leistung beeinflussen. Auf die restlichen 87,5 Prozent – also auf die Lei­s­tung der anderen sieben Schwimmer im Becken – hat man keinen Einfluss.

Veränderung bedeutet, sich nicht mit dem Erfolg
von heute zufriedenzugeben,
der auf dem Können von gestern basiert.

Michael Groß
Hochschuldozent

Erfolg ist im Sport also nicht planbar?

Groß: Planbar ist zunächst einmal nur die eigene Leistung. Der Erfolg steht auf einem ganz anderen Blatt. So bin ich mal Welt­meister geworden, 1986 in Madrid über 200 Meter Freistil – und das, obwohl ich nicht meine bestmögliche Leistung gezeigt habe. Da kam der Trainer auf mich zu und sagte: Junge, das war wohl nichts. Und ge­nau diese Einstellung habe ich mir erhalten.

Heute führen Sie eine Kommunikations­agentur, dozieren an Frankfurter Hochschulen und halten Vorträge als Change Manager. Was verstehen Sie unter Veränderung?

Groß: Veränderung bedeutet, sich nicht mit dem Erfolg von heute zufriedenzugeben, der auf dem Können von gestern basiert. Stattdessen geht es um die Lust, den nächsten Schritt zu machen. Wer nur das tut, was er kann, bleibt immer der, der er ist.

Das klingt klar und einfach. Aber warum tun sich dann viele Menschen mit Veränderung so schwer?

Groß: Nicht jeder ist ein Entdecker oder Unternehmer, nicht jeder ist ein Christopher Columbus. Das wird bei Veränderungs­pro­zessen häufig vergessen. Die Bereitschaft zum Wandel lässt sich fördern, indem man die Unsicherheiten der Mitarbeiter überhaupt einmal wahrnimmt. Es muss zulässig sein, innehalten und loslassen zu dürfen. Dann sind Menschen eher bereit, zu neuen Ufern aufzubrechen.

Meine größte Leistung?
Ich bin einmal einen Marathon geschwommen.
Es gab keinen Zeitungsbericht, keinen Pokal.
Und doch habe ich etwas über mich selbst erfahren.

Michael Groß
Schwimmstar

Welche Bedeutung hat der Leistungsbegriff im Berufsleben?

Groß: Auch hier geht es um den intrinsischen Anspruch, immer besser werden zu wollen – wobei das Berufsleben deutlich mehr Grau­zonen aufweist. Bei der Arbeit gibt es oftmals keinen objektiven Maßstab, sondern Leistung bestimmt sich durch weiche Fak­toren, also etwa die Bewertung durch Vor­ge­setzte und Kunden. Zum Vergleich: Der Sport hat einfache und klare Regeln. Sie schwimmen 100 Meter und fertig. Dabei zählt nicht, wie viel Kalorien Sie verbrauchen oder wie viel CO2 Sie produzieren. Im geschäftlichen Kontext spielen der Ressour­cen­verbrauch und die Nachhaltigkeit heute eine entscheidende Rolle.

Im Spitzensport ist der Zweite häufig ­bereits der erste Verlierer. Weshalb trägt Ihr erstes eigenes Buch ausgerechnet den Titel Siegen kann jeder?

Groß: Darin steckt der Unterschied zwischen Leistung und Erfolg. Jeder kann für sich seine Leistungskraft erreichen und einen per­sönlichen Triumph erzielen. Es ist der klare Appell, sich zunächst einmal um sich selbst zu kümmern.

So gesehen: Was war für Sie, den dreifachen Olympiasieger, Ihre persönlich größte Leistung?

Groß: Ganz ehrlich: Ich bin einmal einen Mara­thon geschwommen. Die 42,195 Kilo­meter habe ich in acht Stunden und 22 Min­u­ten geschafft. Es gab keinen Zeitungs­be­richt, keinen Pokal. Selbst zu Hause hat mich niemand gelobt. Und doch habe ich etwas über mich selbst erfahren: Ich habe neue eigene Grenzen erfahren und überwunden.

Nicht jeder ist ein Entdecker oder Unternehmer,
nicht jeder ist ein Christopher Columbus.
Das wird bei Veränderungsprozessen häufig vergessen.

Michael Groß
Change Manager

Auch im Automobilbereich spielt Leistung eine wichtige Rolle. Welche Bedeutung haben Pferdestärken und Drehmoment für Sie als Autofahrer?

Groß: Die Umwandlung von Kompetenz in Leistung – das ist die eigentliche Perfor­mance. Diese Gleichung gilt auch für das Automobil. Was nützen einem Unter­neh­men die besten Ingenieure, wenn sie es ge­meinsam nicht schaffen, ein Auto zu konstruieren, das die Leistung auf die Straße bringt? Dabei spielen verschiedenste Para­meter zusammen: der Motor mit seiner Lei­s­­tung natürlich, aber auch das Gewicht des Autos, die Steifigkeit, das Fahrwerk.

Ist das Auto für Sie Fortbewegungsmittel oder Statussymbol?

Groß: Ein Auto ist für mich ein Lebens­ge­fühl. Meine Autos sollen mir das Gefühl ge­ben, schnell unterwegs zu sein und zugleich auch praktisch zu sein. Eine leistungsstarke Luxuslimousine steht genau für ein solches Lebensgefühl: Wenn man wollte, könnte man.

Zum Schluss von der Straße noch einmal ins Becken: Wann waren Sie das letzte Mal im Schwimmbad?

Groß: Das war im Frühjahr. Ich gehe nur noch zwei- bis dreimal im Jahr ins Schwim­m­bad. Heute bin ich mehr der See-Typ.

Michael Groß, vielen Dank für das Gespräch.

Die Umwandlung von Kompetenz in Leistung –
das ist die eigentliche Performance.
Diese Gleichung gilt auch für das Automobil.

Michael Groß
Autofahrer

Zur Person: Michael Groß

Mit insgesamt 21 Titeln bei Olympischen Spielen sowie Welt- und Europameisterschaften ist Michael Groß bis heute der erfolgreichste deutsche Schwim­msportler. Vor allem seine drei Olympiasiege bei den Spielen in Los Angeles (1984) und Seoul (1988) machten ihn zum gefeierten Sportidol und brachten ihm in Deutschland gleich viermal die Auszeichnung als Sportler des Jahres ein.

Abseits des Beckens begann der gebürtige Frankfurter seine Karriere mit einem Studium der Germanistik sowie der Politik- und Medienwissenschaften, bevor er 1994 in Philologie promovierte. Heute ist Michael Groß als selbstständiger Unternehmensberater tätig und begleitet Unternehmen bei Veränderungsprozessen. Zudem lehrt der 51-Jährige an zwei Hochschulen seiner Heimatstadt – der Johann Wolfgang Goethe-Universität sowie der Frankfurt School of Finance and Management.

* Audi S8 plus:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 10,0 – 9,9
CO2-Emission kombiniert in g/km: 231 – 229