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Pilot Lizenz

Ideen für die Smart City

Selbstparkende Autos und intelligentes Flotten-Management helfen den Metropolen der Welt, sehr viel Platz und Geld zu sparen – und dies für mehr Lebensqualität einzusetzen. Mit innovativen Technologien und cleveren Ideen unterstützt Audi die Weiterentwicklung urbaner Ballungsräume.

In Somerville, einer Stadt mitten im Ballungsraum Boston (USA), ent­­steht auf einer ehemaligen Industriebrache Assembly Row, ein hochwertiges neues Stadtviertel direkt am Was­ser. Der börsennotierte Immobilienentwickler Federal Realty In­vestment Trust (FRT) plant hier ein Quartier mit Woh­nungen, Büros, Einkaufsmöglichkeiten, Freizeit­ange­boten und einem Hotel. Solche hochwertigen Mixed-Use-Develop­­ments sollen ihren Bewohnern größtmögliche Lebens­qualität in der Stadt bieten. Kurze Wege und die praktische Anbindung an das Verkehrsnetz spielen eine entscheidende Rolle. Trotzdem müssen rund 40 Prozent der Fläche für Parkplätze reserviert werden – bei Kosten von rund 25.000 Dollar pro Stellplatz „eine der größten Hürden für die Wirtschaftlichkeit unserer Entwicklungen“, wie Chris Weilminster, Executive Vice President von FRT und einer der neuen Entwicklungspartner von Audi erklärt.

Hier setzt Audi mit seinen Technologien an. Wird ein Parkhaus exklusiv für selbstparkende Autos geplant, lassen sich allein im Projekt Assembly Row theoretisch rund 60 Prozent der Fläche – oder 100 Millionen Dollar – einsparen. So schrumpft die benötigte Parkfläche um über zwei Quadratmeter pro Auto, die Fahrspuren werden schmaler, Treppenhäuser und Aufzüge entfallen und die Fahrzeuge können auch in mehreren Reihen hintereinander geparkt werden.

Ohne Technologie zum
pilotierten Parken

„Unser Team war erstaunt, wie viel Raum sich durch den Einsatz unseres Parkhaus-Piloten tatsächlich einsparen lässt“, sagt Dr. Miklós Kiss, Leiter der Vorent­wicklung Fahrerassistenzsysteme bei Audi. „In einem Park­haus, das neu für pilotiertes Parken geplant wird, könnten im extremsten Fall sogar mehr als 80 Prozent der Fläche entfallen. Allein durch die hochpräzisen Fahrmanöver pilotierter Autos lässt sich erheblich verdichten.“ Für das neue Gelände in Assembly Row hat Audi berechnet, dass bereits im ersten Bauabschnitt 26 Prozent Fläche in einem für pilotiertes Parken vorbereiteten Parkhaus eingespart werden können. Und das, obwohl noch von einer Misch­nutzung mit klassischen und selbstparkenden Autos ausgegangen wird.

Durch die Koppelung mit einem intelligenten Mobilitätsservice wie Audi Shared Fleet, lässt sich darüber hinaus die Nutzungszeit deutlich verbessern. So könnten die Autos beispielsweise morgens und abends von Anwoh­nern privat genutzt werden, tagsüber greifen Geschäfts­kunden auf die Flotte zu. Bisher liegt die Auslastung der Autos im Schnitt bei nur fünf Prozent, die Parkzeit entsprechend bei 95 Prozent. Verschiebt sich dieses Verhältnis, kann bei geschicktem Flotten-Management Parkfläche entfallen. Genauso garantiert das integrierte Service­angebot, dass Elektroautos, die im Parkhaus induktiv geladen werden, immer einen für die beabsichtigte Nutzung passenden Ladestand haben.

Mit Technologie zum
pilotierten Parken

Ein weiterer Vorteil des pilotierten Parkens:
Parkhäuser, die komplett für
selbstparkende Autos konzipiert werden,
können in weniger attraktive Lagen verlegt werden.
Nutzer verlassen  ihr Auto in zentraler Lage.
Danach steuert es pilotiert auf
ausgewiesenen Fahrwegen ins Parkhaus in zweiter Reihe.

Die Parkfläche und damit die Kosten durch selbstparkende Autos und intelligentes Flotten-Manage­ment zu reduzieren, ist für Immobilienentwickler Weil­minster eine Idee mit Modellcharakter für viele Mixed-Use-Developments in den USA: „Wir könnten nicht nur unsere Kosten substanziell senken, sondern vor allem auch den vorhandenen Raum für Wohnungen, Geschäfte oder Freizeitmöglichkeiten nutzen, also für Dinge, die die Le­bensqualität der Bewohner erhöhen – und das verschafft uns am Markt letztlich einen echten Wettbewerbsvorteil.“

Pilotiertes Parken ist nur eine der Techno­logien, mit denen Audi die Smart Cities der Zukunft unterstützen will. Ein eigenes Team soll bei Audi ab 2016 die Zusammenarbeit mit Städten vorantreiben und ausloten, wo sich diese Technologien im städtischen Raum möglichst effizient einsetzen lassen. Die Mitarbeiter sind An­sprechpartner für Entscheider aus dem urbanen Kontext wie Bürger­meister, Stadt- und Verkehrsplaner, Immobi­lienentwickler oder Architekten. „Manche sagen, die Ur­ba­nisierung sei das Ende individueller Automobilität. Für uns ist sie eine wesentliche Quelle für zukünftige Geschäftsmodelle und deshalb zentraler Bestandteil unserer Unternehmens­strategie“, sagt Audi-Chef Rupert Stadler. Bereits heute werde über städtebauliche Maß­nahmen im Jahr 2030 entschieden, deshalb sei es jetzt an der Zeit zu handeln.

Ohne Technologie zum
pilotierten Parken

0% Optimierung
Traditionelle Parkhäuser verbrauchen
extrem viel Platz, auch durch die weitläufigen
Zufahrten, Treppenhäuser etc.

Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Politik hat Stadler beim Smart City Expo World Congress in Barcelona die ersten drei Urban Future Partner­ships vorgestellt. Im Rahmen der 2010 gegründeten Audi Urban Future Initiative habe Audi viel über die Heraus­forderungen städtischer Mobilität gelernt und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt, so Stadler. Nun sei es an der Zeit, diese Lösungen im städtischen Kontext konkret umzusetzen. In einem „Memorandum of Understand­ing“ haben Stadler und der Bürgermeister von Somer­ville bei Boston, Joseph A. Curtatone, den Austausch von Expertise, das Erproben neuer Technologien und eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung einer Mobilitäts­strategie für Somerville vereinbart. Damit wird Audi im boomenden Ballungsraum Boston gleich in zwei Pilot­projekten den Nutzen seiner neuen Technologien für die Stadt erproben.

Bei der Umgestaltung des Stadtzentrums am Union Square in Somerville werden Car-to-X-Technolgien den Verkehrsfluss verbessern. Gleichzeitig wird pilotiertes Parken dazu beitragen, dass mehr Platz für andere Ver­kehrsteilnehmer entsteht. Beim Neubauvorhaben in Assembly Row kombiniert Audi gemeinsam mit dem Immobilienentwickler Federal Realty Investment Trust die Vorteile von pilotiertem Parken und intelligentem Flotten-Management. Die dritte Urban Future Partnership, die jetzt in Barcelona vorgestellt wurde, ist ein Gemeinschafts­projekt in Santa Fe, einem der wichtigsten Geschäfts­bezirke von Mexico City. Hier sucht Audi zusammen mit dem Interes­senverband des Business Districts nach We­gen aus dem Dauerstau. Stadler: „Mit unseren neuen urbanen Lösungen machen wir individuelle Mobilität zum Motor für mehr Lebensqualität“.

Mit Technologie zum
pilotierten Parken

62% Optimierung
Durch pilotiertes Parken werden
die Parkflächen enger und die Verkehrswege
drastisch reduziert.